„Wie effizient ist ein Teleskoplader im Heavy-Duty-Recyclingeinsatz? Ein Praxistest bei B.E.B. bewegt in Grefrath-Oedt zeigt: Der SENNEBOGEN 360 G erreichte mit einer 2-m³-Schaufel eine durchschnittliche Zykluszeit von 59 Sekunden und bewegte 116 m³ Material pro Stunde. Gegenüber dem parallel getesteten Radlader stieg der Materialumschlag um 38 %. Gleichzeitig lag der spezifische Kraftstoffverbrauch pro bewegtem Kubikmeter Material um 47 % niedriger.
Beim Recycling und in der Abfallwirtschaft entscheiden kurze Ladezyklen, niedriger Kraftstoffverbrauch und gute Sicht auf den Arbeitsbereich über die Wirtschaftlichkeit einer Maschine. Genau diese Anforderungen standen beim Testeinsatz des SENNEBOGEN 360 G Teleskopladers bei B.E.B. bewegt, einem Unternehmen der Berk Recycling GmbH, im Mittelpunkt.
Der Teleskoplader wurde im laufenden Recyclingbetrieb für unterschiedliche Materialien und Arbeitsaufgaben eingesetzt.
Rund 30 % des Tagesvolumens bestanden aus gemischtem Restmüll einschließlich Reifen und Sperrmüll. Dieses Material wurde direkt auf Lkw verladen. Die übrigen 70 % bestanden aus grobem Bauschutt, den der 360 G einer Siebanlage zuführte. Nach der Aufbereitung wurde das feinere Schüttgut zur weiteren Verarbeitung verladen.
Damit musste die Maschine zwei typische Anforderungen eines Recyclingbetriebs abdecken: schnelle Lkw-Beladung auf begrenztem Raum und kontinuierliches Beschicken einer Aufbereitungsanlage.


Um Produktivität und Effizienz unter realen Einsatzbedingungen vergleichen zu können, wurden der SENNEBOGEN 360 G und ein Radlader unter vergleichbaren Bedingungen getestet.
Der 360 G arbeitete mit einer 2-m³-Schaufel und benötigte durchschnittlich 59 Sekunden pro Ladezyklus. Innerhalb einer Stunde bewegte er damit 116 m³ Material.
Der eingesetzte Radlader benötigte durchschnittlich 1 Minute 26 Sekunden pro Zyklus und erreichte einen Materialumschlag von 84 m³ pro Stunde.
| Kennzahl | SENNEBOGEN 360 G | Vergleichs-Radlader |
| Durchschnittliche Zykluszeit | 59 Sekunden | 86 Sekunden |
| Materialumschlag im Vergleich | 116 m³/h | 84 m³/h |
| Unterschied Materialumschlag | +38 % | Referenz |
| „Spezifischer Kraftstoffverbrauch pro m³ | 47 % geringer | Referenz |
Damit verkürzte der SENNEBOGEN 360 G im Test die Dauer eines Ladezyklus um rund 31 %, bewegte pro Stunde rund 38 % mehr Material und benötigte pro bewegtem Kubikmeter 47 % weniger Kraftstoff als der Vergleichs-Radlader.
Auch beim Kraftstoffverbrauch zeigte der Vergleichstest einen deutlichen Unterschied: Der spezifische Kraftstoffverbrauch des SENNEBOGEN 360 G lag um 47 % unter dem des eingesetzten Radladers.
Damit benötigte der Teleskoplader bezogen auf den bewegten Kubikmeter Material nahezu die Hälfte des Kraftstoffs.
Für die Bewertung der Effizienz ist dabei nicht nur der Kraftstoffverbrauch pro Betriebsstunde entscheidend. Ausschlaggebend ist, wie viel Material mit der eingesetzten Kraftstoffmenge tatsächlich bewegt wird.
Ein wesentlicher Vorteil ergibt sich aus der Kombination von Reichweite, Hubhöhe und Sicht. Der SENNEBOGEN 360 G erreicht eine maximale Hubhöhe von bis zu 8,5 m. Seine hydraulisch hochfahrbare Multicab ermöglicht eine Augenhöhe von bis zu 4,25 m und verbessert damit die Sicht in Lkw, Container und auf den Arbeitsbereich.
Beim Beschicken der Siebanlage kann der Fahrer Material dadurch zielgerichtet positionieren, ohne unnötige Rangierbewegungen durchführen zu müssen. Die kompakte Bauweise unterstützt gleichzeitig das Arbeiten auf begrenzten Flächen eines Recyclinghofs.
Auch bei der Lkw-Beladung spielt die erhöhte Fahrerposition ihre Vorteile aus, da der Fahrer den Ladebereich besser einsehen kann. Maschinenführer Thomas Bergerfurth hebt insbesondere die Vielseitigkeit des 360 G und die Vorteile bei der Lkw-Beladung auf engem Raum hervor.
Der SENNEBOGEN 360 G verbindet Eigenschaften eines Teleskopladers mit Technik aus dem Radladerbereich. Dazu gehört unter anderem die Z-Kinematik, die hohe Kräfte an der Schaufel ermöglicht. Der Teleskoparm erweitert gleichzeitig Reichweite und Arbeitshöhe.
Für den industriellen Materialumschlag bedeutet diese Kombination, dass eine Maschine unterschiedliche Aufgaben übernehmen kann – vom Aufnehmen und Transportieren von Schüttgut über das Beschicken von Anlagen bis zur Lkw-Verladung. Verschiedene Anbaugeräte und das hydraulische Schnellwechselsystem erweitern das Einsatzspektrum zusätzlich.
Der Praxistest bei B.E.B. bewegt zeigt, wie sich der SENNEBOGEN 360 G im anspruchsvollen Recyclingbetrieb einsetzen lässt.
Im direkten Vergleich erreichte der Teleskoplader mit 59 Sekunden eine kürzere Zykluszeit und mit 116 m³ pro Stunde einen höheren Materialumschlag als der eingesetzte Radlader. Gleichzeitig lag der spezifische Kraftstoffverbrauch pro bewegtem Kubikmeter Material um 47 % niedriger.
Seine Kombination aus bis zu 8,5 m Hubhöhe, hochfahrbarer Kabine, kompakter Bauweise und Radlader-Technik ist insbesondere für die Beschickung von Anlagen und die Lkw-Verladung interessant.
Im Praxistest bei B.E.B. bewegt erreichte der SENNEBOGEN 360 G mit einer 2-m³-Schaufel einen Materialumschlag von 116 m³ pro Stunde. Der Vergleichs-Radlader erreichte 84 m³ pro Stunde.
Im Vergleichstest lag der spezifische Kraftstoffverbrauch des SENNEBOGEN 360 G pro bewegtem Kubikmeter Material um 47 % unter dem Wert des eingesetzten Radladers.
Im Testeinsatz betrug die durchschnittliche Zykluszeit des SENNEBOGEN 360 G 59 Sekunden. Der Vergleichs-Radlader benötigte durchschnittlich 86 Sekunden.




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