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Erfolgsgeschichte Carina Sommer
Carina Sommer KARRIEREWEG BEI SENNEBOGEN
29.01.2026 Deutschland Autor: Lena Espertshuber

Erfolgsgeschichte: Vom Einstieg in die Konstruktion bis zur Verantwortung für Auszubildende

Carina Sommer startete ihre Karriere in der technischen Systemplanung und ist heute Technikerin sowie Ausbilderin in der Konstruktion bei SENNEBOGEN. Im Interview erzählt sie von ihrem Weg, den besonderen Momenten mit ihren Azubis und warum sie gerade jungen Frauen Mut machen möchte, in die Technik zu gehen.

Wie verlief dein Weg von der Ausbildung über die Weiterbildung zur Technikerin bis zu deinem Einstieg bei Firma SENNEBOGEN?

Ich habe 2012 meine Ausbildung zur Technischen Systemplanerin bei der Firma Südluft in Plattling begonnen, zunächst in der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik. Heizung und Sanitär fand ich spannend, aber für mich war schon damals klar: Mein Weg soll in Richtung Maschinenbau gehen.

Deshalb habe ich mich 2017 entschlossen, die Weiterbildung zur Maschinenbautechnikerin an der kommunalen Fachschule für Maschinenbau in Straubing zu machen. Seit März 2020 bin ich nun bei SENNEBOGEN.

Du hast bei uns die Ausbildung in der Konstruktion übernommen – was hat dich an dieser Aufgabe besonders gereizt?

Bei SENNEBOGEN konnte ich meine bisherigen Erfahrungen optimal einbringen. Zunächst habe ich als stellvertretende Ausbilderin die Azubis begleitet und parallel dazu meine Kenntnisse aus dem Ada-Schein genutzt. Mit der Zeit entstand daraus die Möglichkeit, die Verantwortung für die gesamte Ausbildung in der Konstruktion zu übernehmen – eine Aufgabe, die mir besonders viel Freude bereitet, weil ich die Entwicklung der Nachwuchskräfte von Anfang an aktiv begleiten kann. Seit August 2022 bin ich nun Ausbilderin in der Konstruktion.

Was mich daran begeistert? Die Azubis ab ihrem allerersten Kontaktpunkt mit dem Berufsleben zu begleiten – ihre fachliche und persönliche Entwicklung über 3 bis 3,5 Jahre mitzuerleben und aktiv mitzugestalten.

Wie sieht dein Arbeitsalltag heute aus – und was macht dir dabei am meisten Spaß?

Mein Alltag ist unglaublich vielfältig. Besonders im September und Oktober, wenn die neuen Azubis starten, liegt der Fokus stark auf der Betreuung, vor allem im ersten Lehrjahr. Zusätzlich beginnen in dieser Zeit bereits Vorstellungsgespräche für das kommende Jahr – daher gilt: Je früher man sich bewirbt, desto besser.

Im Jahresverlauf verteilen sich meine Aufgaben auf etwa 90 % reguläre Tätigkeiten in der Konstruktion und Entwicklung und 10 % Ausbildungsbetreuung. Aktuell betreue ich sieben Auszubildende, einen Verbundstudenten und zwei Dualstudierende.

Im Bereich Konstruktion und Entwicklung arbeite ich hauptsächlich an unseren OEM*-Trägergeräten. Dazu gehören sowohl die Konstruktion und Weiterentwicklung als auch komplette Neuentwicklungen sowie Überarbeitungen unserer OEM*-Maschinen – unter anderem für Bauer und ABI. In unserem Team konstruieren wir den Oberwagen der Maschinen, während unser Kunde ABI die entsprechende Ausrüstung ergänzt. Besonders viel Freude bereitet es mir, wenn ich die fertige Maschine am Ende sehe – genau das hat mich am Maschinenbau schon immer fasziniert.

Die Kombination aus konstruktiven Aufgaben und der Arbeit mit den Auszubildenden macht meinen Job so abwechslungsreich und erfüllend.

 * OEM = Original Equipment Manufacturer, ist ein Begriff, der in der Industrie verwendet wird und sich auf Unternehmen bezieht, die Komponenten, Produkte oder Systeme herstellen, die von anderen Unternehmen in deren Endprodukten verwendet werden.

Gab es ein Projekt oder einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Dieses Jahr hat mein erster Azubi ausgelernt – der erste, den ich über die komplette Ausbildungsdauer begleitet habe. Das war ein sehr emotionaler und schöner Moment.

Aber auch jedes abgeschlossene Projekt ist für mich ein Highlight. Eine fertige Maschine vor sich stehen zu sehen, auf die man Monate hingearbeitet hat, macht einen stolz.

Außerdem habe ich in den letzten Jahren SolidWorks- und KeyTech-Schulungen für unsere Auszubildenden erweitert. Die zweitägigen Schulungen kommen sehr gut an: Wir vermitteln Grundlagen und geben viel Raum zum Üben. Die Auszubildenden trauen sich dort Fragen zu stellen, die sie sich im Büro manchmal nicht sofort trauen würden. Das entlastet auch die Teams, in die die Auszubildenden später kommen, weil sie bereits viele Grundlagen mitbringen. Die Schulungen werden stetig über die Zeit weiter ausgebaut, sodass die Azubis viel selbst ausprobieren und aktiv mitarbeiten können. Sehr schön finde ich außerdem die Abschlussfeiern – besonders, die Eltern der Auszubildenden dort kennenzulernen und gemeinsam ihren Erfolg zu feiern.

Welche anspruchsvollen Projekte haben dich besonders geprägt – und welche Fähigkeiten waren dafür nötig?

Besonders geprägt hat mich die gleichzeitige Neuentwicklung mehrerer ähnlicher Maschinenmodelle. Solche Projekte sind sehr komplex und erfordern neben einer klaren Organisation auch enge Zusammenarbeit im Team. In der Konstruktion arbeiten wir in spezialisierten Kleinteams, sodass jeder seinen Bereich genau kennt – nur durch das Zusammenspiel aller kann ein Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Bei SENNEBOGEN können wir uns im Team jederzeit aufeinander verlassen. Bei Problemen findet sich immer jemand, der weiterhilft – nicht nur im eigenen Bereich, sondern auch teamübergreifend. Es gibt kein „Frag doch jemand anderen“ – alle ziehen an einem Strang, und genau das macht die Arbeit im TB besonders wertvoll.

Um solche Herausforderungen zu meistern, braucht man Begeisterung für Maschinenbau, Ehrgeiz und Freude am Konstruieren und Weiterentwickeln von Maschinen. Bei SENNEBOGEN habe ich außerdem gelernt, Aufgaben von Anfang an sorgfältig und strukturiert anzugehen. Schnellschüsse bringen selten das gewünschte Ergebnis – durch gründliche Planung und gute Teamarbeit lassen sich Projekte effizienter und nachhaltiger umsetzen.

Welche Erfahrungen hast du als Frau in einer männerdominierten Branche gemacht – und was möchtest du jungen Frauen mitgeben?

In der Konstruktion bringt man als Frau oft andere Blickwinkel mit und das ist ein großer Vorteil. Neue Ideen sind immer wertvoll, egal von wem sie kommen. Die Branche war früher ganz klar männerdominiert. Heute sehe ich große Veränderungen: In der Berufsschule sind wir teilweise bei 50/50. In meiner Technikerklasse waren wir von 30 Personen immerhin sechs Frauen – also es bewegt sich etwas. Natürlich gibt es noch vereinzelt Vorurteile. Ich habe manchmal das Gefühl, dass man sich als Frau etwas mehr beweisen muss als ein Mann. Aber sobald man gezeigt hat, was man kann, ist die Akzeptanz da.

SENNEBOGEN für dich in drei Worten?

Grün. Groß. Teamgeist.

Danke für das spannende Interview an Carina Sommer. Das gesamte SENNEBOGEN-Team wünscht weiterhin viel Freude und Erfolg bei der Ausbildung unserer Nachwuchstalente!