Auf dem eng begrenzten Baufeld am Pasinger Bahnhof müssen Hebeaufgaben unmittelbar neben großen Spezialtiefbaugeräten und parallel zu den Aushubarbeiten ausgeführt werden. Der 50-t-Raupentelekran SENNEBOGEN 653 E bewegt dafür Werkzeuge, Materialien und Bewehrungskörbe bei der Bohrpfahl- und Schlitzwandherstellung. Für schwerere Lasten und größere Entfernungen ergänzte zeitweise ein 200-t-Raupenkran SENNEBOGEN 5500 den Einsatz.
Im Zuge der Verlängerung der Münchner U-Bahn-Linie U5 entsteht unter dem Pasinger Bahnhof eine rund 400 m lange U-Bahnstation. Die ARGE U5 West 2 aus Wayss & Freytag, Max Bögl und Züblin realisiert das Bauwerk etwa 25 m unter der Oberfläche. Direkt daneben liegen der stark frequentierte Bahnhof und eine viel befahrene Bundesstraße. Mehrere Bohrpfähle und Schlitzwandlamellen werden auf dem begrenzten Baufeld parallel bearbeitet.
Für die Hebelogistik bedeutet das: Der Kran muss wechselnde Lasten aufnehmen, zwischen großen Spezialtiefbaugeräten manövrieren und nah an den laufenden Arbeiten eingesetzt werden können. Der SENNEBOGEN 653 E unterstützt diese Abläufe seit rund neun Monaten.
| Bauvorhaben: | Verlängerung der U5 und Neubau einer rund 400 m langen U-Bahnstation in München-Pasing |
| Bautiefe | etwa 25 m unter der Oberfläche |
| Einsatz | Bohrpfahl- und Schlitzwandherstellung auf engem Baufeld |
| SENNEBOGEN 653 E | 50-t-Raupentelekran für wechselnde Hebeaufgaben, Werkzeuge, Materialien und leichtere Bewehrungskörbe |
| SENNEBOGEN 5500: | 200-t-Raupenkran für schwere Hübe und größere Entfernungen; Lasten bis 35 t |
Bei der Bohrpfahlherstellung hebt der 653 E Werkzeuge zum Bohrgerät und nimmt sie nach dem Einsatz teilweise wieder ab. Dazu gehören sechs Meter lange Bohrrohre mit 1,50 m Durchmesser, gefüllte Schüttrohrboxen, Pumpen und kleinere Maschinen. Außerdem lädt der Raupentelekran Material ab, verräumt es auf der Baustelle und baut Bewehrungskörbe ein.
Auch bei der Schlitzwandherstellung bewegt der Kran Schüttrohre, Pumpen, Schlitzwandmeißel sowie weitere Werkzeuge und Materialien. Leichtere Bewehrungskörbe werden ebenfalls abgeladen. Damit übernimmt der 653 E wiederkehrende Hebeaufgaben in beiden Arbeitsbereichen.

Der kompakte Aufbau und die Manövrierfähigkeit des 653 E ermöglichen Hebearbeiten in unmittelbarer Nähe der großen Bohr- und Schlitzwandgeräte. Dadurch kann der Kran auch Bereiche erreichen, in denen größere Krane weniger flexibel an den Spezialtiefbaugeräten vorbeikommen. Hebe- und Aushubarbeiten lassen sich so parallel organisieren.
Die Mitarbeiter sind für die engen Arbeitsbereiche speziell geschult. Bei den Hebevorgängen unterstützen ein bis zwei Einweiser. Zusätzlich nutzt der Fahrer die Fernsteuerung des 653 E: Er kann seine Position außerhalb der Kabine verändern, den Arbeitsbereich aus einem anderen Blickwinkel einsehen und Lasten flexibel und sicher bewegen.
Zeitweise arbeiteten der SENNEBOGEN 653 E und der SENNEBOGEN 5500 gleichzeitig auf der Baustelle. Der 200-t-Raupenkran 5500 übernahm die schwereren Hübe und Arbeiten über größere Entfernungen. Seine Hauptaufgabe war der Einbau von Bewehrungskörben in die Schlitzwand; dabei bewegte er Lasten von bis zu 35 t. Der 653 E war vor allem für leichtere Lasten und Hebeaufgaben in besonders engen Bereichen zuständig.
Die beiden Krane ersetzten einander nicht, sondern deckten unterschiedliche Aufgaben ab. Nach Abschluss der schweren Schlitzwandhübe wurde der SENNEBOGEN 5500 nicht mehr benötigt. Der SENNEBOGEN 653 E blieb für seine eigenen Hebeaufgaben im weiteren Bauablauf im Einsatz. Die Kombination aus kompakter Maschine für beengte Bereiche und Großkran für schwere Lasten unterstützte damit die parallelen Arbeitsprozesse auf der U5-Baustelle.
Weitere Informationen: Teleskopkrane von SENNEBOGEN




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